Lieber Thomas, sehr geehrte Damen und Herren!
Als
mich Thomas letzte Woche bat, die Vernissagerede für seine Fotoausstellung
IN
CONCERT zu halten, habe ich ihm sehr gerne zugesagt. Er meinte jedoch, es
sollen nicht mehr als 5 Sätze sein, das müsse reichen.
Ich
muss zugeben, mit dieser Auflage war ich etwas überfordert, denn in nur 5
Sätzen kann man deine Person und deine Arbeit nicht vorstellen.
Viele Worte haben noch nie ein künstlerisches Werk vollendet – und viele Worte
können nicht den direkten Kontakt mit einem Menschen ersetzen, um ihn in
seiner gesamten Persönlichkeit und Größe zu erahnen.
Gestatten sie mir daher, nicht mit vielen Worten, aber mit meinen eigenen
Worten, ihnen den Fotografen, den Künstler und den Mensch THOMAS GMEINER
vorzustellen.
Auf die einzelnen
Fotografien
der Musiker IN CONCERT wird Thomas Gmeiner persönlich eingehen und durch die
Ausstellung führen.
Schon seit mehreren Jahren darf ich Thomas auf seinem künstlerischen
Weg begleiten.
Sei
dies nun seine Malerei, die Arbeiten mit Holz oder seine Präsentationen auf
seiner eigenen homepage, aber auch auf der homepage von Vereinen, immer
wieder waren Fotografien dabei
–
von
seiner Heimatstadt Dornbirn – Häuser, Stimmungsbilder, versteckte idyllische
Winkel,
–
von
Objekten – Autos und Straßen aber auch Pflanzen und Tiere, und auch
–
Portraits von Personen – seine Kollegen vom Zollsportverein waren ihm immer
wieder Modell.
Seine Fotografien fanden regen Anklang und er wurde immer wieder darauf
angesprochen, erste Anfragen im privaten Rahmen kamen auf ihn zu.
Im
Alter von 36 Jahren schließlich tauchte Thomas Gmeiner in die Welt der
digitalen Fotografie ein.
Er trat dem Fotoclub
bei und immer
mehr und
mit einer wachsenden Begeisterung erzählte er von unterschiedlichsten
Kameras, Objektiven, Fotoshootings und vor allem den Möglichkeiten der
digitalen Fotografie.
Als
eher „Nicht-Fotograf“ – bin eher der Konsument als der Produzent - hörte ich
mir seine Ausführungen an – da dachte ich mir:
Nun
ist er angekommen!
Er hatte Feuer
gefangen, kniete
sich in die Technik, in die Arbeit und in die Ausbildung hinein, nahm an
Wettbewerben teil - und –
schaffte es innerhalb kurzer Zeit durch
die Innung der Fotografen als
Quereinsteiger im März 2011 zum Berufsfotografen ernannt zu werden.
Seit dem sich Thomas nun Berufsfotograf nennen darf, beschäftigt er
sich
speziell mit der Konzertfotografie, die Fotografie von Personen (Baby, Kinder,
Schwangere, Hochzeiten, Aktfotografie) und die Architekturfotografie.
Die
heutige Ausstellung IN CONCERT, die er den Musikern widmete, ist inzwischen
seine 4. Fotoausstellung.
Schon viele Größen aus der internationalen Musikszene hat Thomas vor seine
Linse bekommen.
Seine Fotos, die er beim New Orleans Festival in Bregenz schoss
– es befinden sich auch welche in der heutigen Ausstellung - fanden solchen
Anklang, dass der Musiker Garry Brown sie für das Cover seiner neuen CD
verwendet.
Innerhalb kürzester
Zeit hat sich Thomas in der Szene
einen Namen gemacht und ich bin überzeugt davon, dass wir seine Fotografien
bald auch in unterschiedlichsten Zeitschriften bewundern können.
Als
eher der Fotokonsument und Betrachter stellte ich mir die Frage warum
war es gerade die Fotografie, die Thomas so fasziniert in ihren Bann zog?
Fragen holen etwas ans Licht, provozieren die Beschäftigung, den Einspruch,
den Widerspruch, aber auch den Zuspruch.
Lange Zeit war der
Kunstcharakter der Fotografie umstritten,
wurde diese nur als technisches Verfahren betrachtet. So formulierte der
Kunsttheoretiker Karl Pawek noch 1963 in seinem Buch „Das optische
Zeitalter“ gar ziemlich überspitzt:
„Der Künstler erschafft die Wirklichkeit, der Fotograf sieht sie.“
Sogar Fotografen selbst wollten die Fotografie nicht als Kunstform,
sondern als Handwerk betrachtet wissen.
Inzwischen ist die
Fotografie längst eine anerkannte Kunstform und ich wage zu behaupten, dass
Thomas Gmeiner beides beherrscht – das Handwerk und die Kunstform
Er
hat das Talent, im „richtigen“ Moment den Auslöser zu drücken, den besonderen
Moment einzufangen und festzuhalten.
Trotz der unzähligen Möglichkeiten steht bei Thomas das unverfälschte Foto
im Vordergrund. Das originale Foto wird von ihm digital verfeinert –
aber nicht mit den verfügbaren technischen Möglichkeiten verändert.
Das
ist es, was die Fotografien von Thomas auszeichnen.
Ein
heißer Tipp also für alle, die gerne am Kunstmarkt mitreden möchten: Daran –
an dieser Originalität – erkennen sie einen „echten Gmeiner“!
Beim Betrachten der
Fotografien – vielleicht blickte ich auch manchmal durch sie hindurch –
entdeckte ich für mich, was Thomas in seiner Fotografie gefunden hat, was
er durch seine Art zu Fotografien zeigen und sagen kann:
Ich bin nur der, der
ich schon immer war.
Ich wünsche Ihnen,
verehrtes Publikum, eine spannende Entdeckungsreise durch die Ausstellung –
angeregt durch die Fotografien, besser gesagt durch die Kunstwerke,
aber auch im
persönlichen Gespräch
mit Thomas Gmeiner beim
anschließenden Rundgang mit ihm.
Und
ich wünsche dir, lieber Thomas, jenen Beifall und jene Anerkennung, die dir
für deine großartige und leidenschaftliche Arbeit gebührt.
Thomas Gmeiner ist ein ambitionierter
Fotograf aus Vorarlberg. Hier aufgewachsen und schon früh seine Leidenschaft für
die Fotografie entdeckt, lebt er nach wie vor im schönen Ländle. Zunächst war
die Fotografie nur ein Hobby, doch im März dieses Jahres hat er erfolgreich die
Prüfung zum Berufsfotografen abgelegt. Somit kann er sich, ab sofort, noch mehr
seiner Liebe zur Fotografie widmen.
Nicht nur People (Angefangen bei süßen
Babies und Kindern bis hin zu tätowierte Pin Ups), sondern auch Naturaufnahmen
und vor allem Eventfotografie und Architektur sind seine Stärken. Konzerte,
Sportevents – Thomas drückt genau im richtigen Moment ab. Er versteht es, die
ganz speziellen Augenblicke festzuhalten.
Bilder zu
schaffen, die voller Leidenschaft sind… Bilder, die Geschichten erzählen, die
zum Nachdenken anregen. Thomas hatte schon einige Größen der Musikindustrie vor
seiner Linse –
Wolfgang Ambros, Konstantin Wecker, Ludwig Hirsch und die Flying
Pickets, um nur einige Namen zu nennen. Außerdem wurden Bilder von ihm als CD
Cover verwendet, nachdem sie von einem Grafiker überarbeitet wurden.
„Locker – witzig – angenehm“ sind nur
einige seiner positiven Eigenschaften, die Models nennen, welche mit ihm bereits
gearbeitet haben. Es wird viel gelacht und Thomas ist mit vollem Einsatz dabei.
Da ich selbst schon mit ihm gearbeitet
habe, kann ich das nur bestätigen – die Atmosphäre ist entspannt und Thomas
erklärt genau, wie er sich seine Bilder vorstellt und wie sie auch zustande
kommen. Das ist besonders für AnfängerInnen sehr angenehm und hilfreich.
Seine Bilder sind kontrastreich und ein
gekonntes Zusammenspiel von Lichteinstellung und Nachbearbeitung am Computer
machen seine Kunstwerke aus. Gekonnt umrahmt widmet er sich vor allem High Key
und schwarz weiß Fotos. Vor allem aber sieht man beim Betrachten seiner Bilder,
dass er es gerne macht und mit vollem Eifer bei der Sache ist.